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Das Haus der Sonne - 3.055 Meter!



Es ist 2:57 Uhr morgens, stockfinstere Nacht und wir quälen uns aus dem kuschelig warmen Hotelbett. Ja, ich weiss - echt verrückt - und das im Urlaub! Aber heute möchte ich ihn unbedingt mit eigenen Augen sehen - oft habe ich darüber gelesen - über den angeblich schönsten Sonnenaufgang Hawai'is... tja und dazu müssen wir in den Haleakala National Park, hoch hinauf auf den Vulkan!

Der Weg zum erloschenen Krater ist ziemlich weit und führt uns über eine kurvenreiche Strasse - die Haleakala Crater Road - in luftige Höhen. 3055 Meter ragt der massige Vulkan aus dem Meer. Der Krater bedeckt ein Gebiet von über 32 Quadratkilometer und hat einen Umfang von knapp 34 Kilometer und ist damit einer der grössten der Erde. Unglaublich, wenn man diese Dimensionen vor sich sieht!

Für die meisten Hawaiianer ist der Haleakala - was soviel bedeutet wie "Haus der Sonne" - immer noch ein magischer Ort mit magischen Kräften. Nach der hawaiianischen Legende fing einst der Halbgott Maui mit einem Fischhaken vom Gipfel des Vulkans die Sonne ein. Er liess sie erst wieder frei, nachdem sie versprochen hatte über seiner Insel länger zu scheinen als anderswo... war wohl auch keine so schlechte Idee! Und dieser mystische Ort hat uns heute Morgen ein wahrlich fantastisches, ja man könnte fast sagen ein magisches Schauspiel geboten...

Hoch über den Wolken war es früh morgens wirklich eiskalt - so um die 2 Grad, doch gefühlt waren es minus 11° - aber unser Zittern wurde belohnt. Die Luft war trocken und unheimlich klar, es war noch immer dunkel, am Horizont bauschten sich mehr und mehr Wolken auf. Die Dämmerung begann ganz langsam, aber nachdem der erste Sonnenstrahl durch die Wolken blinzelte ging alles ganz schnell. Ein warmer gelber Strom von Licht strahlte in das riesige Kraterbecken und bestrahlte ein urzeitliches Panorama. Eine irgendwie seltsame nackte Mondlandschaft tat sich rund um uns auf, die glatten Steilhänge glitzerten als wäre es flüssiges Gold, daneben tiefrote Schlackenhalden und schwarze, längst erkaltete Lavazinnen, in denen die ersten Sonnenstrahlen scheinbar wieder neues Feuer entzündeten... WOW!

Ein unvergessliches besonders eindrucksvolles Erlebnis, für das es sich wirklich lohnt so früh aufzustehen und auch auf Maui ein bisserl zu frieren - jederzeit wieder!


Aloha aus dem Haleakala National Park auf Maui
Eure DoKo


Freitag, 21. Oktober 2011 - Hawai'i-Time