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Wenn einer eine Reise tut, dann...!



Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen... so heisst es ja bekanntlich. Am Wochenende musste ich nach Salzburg und da ich derzeit noch nicht im Schwimmtraining bin, nahm ich dann doch lieber den Nikiflieger, was auch sehr unterhaltsam war...

Es begann schon am Flughafen in Palma. Ich hab gar nicht gewusst, wie stark der Herdentrieb nach Hause ist. An den Check-In-Schaltern drängen sich die Leute um ihr Ticket, vergessen alle guten Manieren und können es kaum erwarten durch die Security Gates zu kommen. Neben den neu Angekommen, die man an den noch sauberen T-Shirts mit dem Aufdruck wie "Malletour 2010" oder "Lieber 5 vor 12 als keine nach eins" erkennt, strömen die Abflieger zu ihren Gates. Noch bevor das Boarding überhaupt losgeht, bilden sich die Schlangen vor dem Abfluggate und der Kampf um die besten Positionen im Flieger beginnt! Hallo Leute... ihr habt bei Niki bereits zugewiesene Sitzplätze und braucht euch nicht um eure Plätze prügeln wie bei Ryanair!

Schliesslich hat jeder seinen Platz erreicht und nun endlich kommt die ersehnte Nachricht von zu Hause. Das nette Servierpersonal oder umgangssprachlich auch Flugbegleiter genannt, bringt die Zeitung von Österreich. Ach wie sind jetzt alle froh endlich zu erfahren was in Österreich während der Abwesenheit so alles passiert ist. Es gibt ja noch kein Internet oder deutschsprachiges Fernsehen auf Mallorca... oder etwa doch? Ja, ja... es ist halt was anderes, wenn man das, was man eh schon weiss, in der Zeitung nochmals nachlesen kann, ist halt doch etwas vertrautes so ein Kurier oder eine Krone. Nur die Kleine Zeitung Leser ziehen ein `Schnofferl´, weil die hat der Niki diesmal nicht dabei, dafür aber die Salzburger Nachrichten.

Auf geht´s! Dass der Flieger noch im Steigflug ist und die nette Flugbegleiterin samt leuchtender Anzeige darauf hinweisen angeschnallt zu bleiben, lässt den coolen Mallorcaheimkehrer mit Sonnenstich und Blinkhut nicht davon abbringen, mal aufzustehen und zu schauen, ob das Oberbayerntrikot auch richtig sitzt. Die Aufforderung zum Anschnallen folgt ohne Verzögerung und sorgt für Gelächter im Partyflieger.

Auch ist es immer wieder mit Verwunderung zu beobachten, wie unverfroren viele Mitflieger sich verhalten. Da sind die, ich nenn sie mal die Unbeweglichen, die es nicht schaffen, ohne sich am Vordersitz festzukrallen von ihrem eigenen Sitzplatz aufzustehen. Da wird herumgerissen und beim Aufstehen dieser fast ausgerissen. Hallo... der Sitz des vor euch Sitzenden ist tabu, ihr möchtet ja auch nicht das man euch ständig stört während ihr vielleicht ein kleines Nickerchen machen möchtet. Aber das geht ja sowieso nicht, denn irgend jemand hat sicher seinen Schreihals mit, der 150 Mitreisenden den Flug versaut.

Mittlerweile geht es wieder abwärts und wir haben unser Ziel fast erreicht. Was jetzt kommt, dass dürfte es im 21. Jahrhundert eigentlich nicht mehr geben. Bei Millionen von Flügen die jährlich rund um die Erde geflogen werden, wir ins Weltall fliegen und Felix Baumgartner ganz ohne Flugzeug von dort wieder zurück fliegen will, klatschen die Heimkehrer wenn der Nikiflieger gelandet ist... als ob das eine Weltsensation wäre. Liebe Mitflieger, dass der Kapitän das Flugzeug gut landet ist sein Job und dabei hilft ihm ein Computer, oder klatscht ihr auch wenn der Buschauffeur an der nächsten Haltestelle anhält... super, hast du gut gemacht!!!

Vielleicht sollte ich das nächste mal doch lieber schwimmen, dauert zwar bestimmt etwas länger aber ist zweifelsfrei viel entspannter... naja... aber ehrlich gesagt, dafür auch sicher nicht so unterhaltsam!!!


Alles Liebe und viel Spass beim nächsten Flug
Eure DoKo


Montag, 6. September 2010