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6 Monate danach - ein kurzer Rückblick!



Dienstag 23. Februar 2010 – Game over!
Nachdem ich damals aus meiner Bewusstlosigkeit erwachte, brummte mir der Schädel als ob jemand mit einem Vorschlaghammer mit voller Wucht dagegen gehauen hätte... nicht einmal die Schmerzmitteln in der Klinik halfen den Schmerz zu lindern.

Absolutes Black out – an vieles kann ich mich gar nicht mehr erinnern, an manches wieder ganz genau.
Doch der Schlag auf den Hinterkopf hat nicht, wie in einem Sprichwort beschrieben, mein Denkvermögen erhöht - nein, ganz im Gegenteil... ich konnte mir in den ersten Wochen einfach nichts merken, ich wusste nicht einmal welcher Wochentag gerade war. Bei mir war es jeden Tag Sonntag! Ich hatte ziemlich viele Gedächtnislücken, speziell mein Kurzzeitgedächtnis bereitete mir Probleme. Erst nach etwa 2 Wochen war ich wieder so einigermassen in der Lage mir wenigstens die Tage in der richtigen Reihenfolge zu merken. Es war fast zum Verzweifeln.

Nach meinen Klinikaufenthalt dachte ich... jetzt geht´s bergauf. Jedoch hatte mein vegetatives Nervensystem die nächste Überraschung für mich bereit. Ich hatte ziemlich viel Gewicht verloren und führte das auf das nicht ganz so leckere Essen in der Klinik zurück... naja wer isst schon gerne wochenlang ganz ohne Salz...?

Nachdem die Jeans rutschten und die Waage aufhörte gesundes Leben anzuzeigen, war es an der Zeit wieder auf mein Wettkampfgewicht zu kommen. Und das sollte mir normalerweise auch gar nicht schwer fallen, hatte ich doch Hunger wie ein Bär nach seinem Winterschlaf. Aber was war los mit mir, ich sass bei meinem Lieblingsitaliener und meine heiss geliebte Pasta schmeckte nach absolut gar nichts…

Ich hatte Hunger brachte aber nix runter. Die nächsten Wochen war wirklich schlimm, ich als bekennender Geniesser der guten Küche konnte nichts essen. Heute weiss ich, dass das auch eine Folge des verletzten Hypothalamus war. Erst ganz langsam begann sich mein Körper diesbezüglich wieder zu regulieren.

Am schwersten betroffen jedoch sind nach wie vor mein Gleichgewichtsinn, der ist im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend. Mein Blutdruck gleicht einer Hochschaubahn, meine Kopfschmerzen sind tageweise kaum zum Aushalten und meine Koordination lässt auch noch sehr zu wünschen übrig. Tja und trotzdem bin ich froh, dass es so ausgegangen ist!

Heute - 6 Monate später – hat sich sehr viel in mir verändert, auch rund um mich herum, aber eines hat sich nicht verändert...
mein Wille zum Erfolg!


Liebe Grüsse von der Insel
Eure DoKo


Dienstag, 24. August 2010